Varianten temporären Korrosionsschutzes

Folgende Varianten des temporären Korrosionsschutzes können zum Einsatz kommen:

  • VCI-Methode:
     

Bei der VCI-Methode sind flüchtige Korrosionsinhibitoren, die in verschiedenen Verpackungswerkstoffen, wie Papier, Folien oder Hohlkammerplatten eingearbeitet werden, für eine korrosionsfreie Erhaltung der Metallteile verantwortlich. Die VCI-Methode birgt Verpackung und Wirkstoff in einem. VCI steht für Volatile Corrosion Inhibitor (Englisch = flüchtige Korrosionsverhinderer oder -hemmer“). Bei VCI-Wirkstoffen handelt es sich um Verbindungen, die neben ihren korrosionsschützenden Eigenschaften auch einen Dampfdruck besitzen. Diese VCI-Wirkstoffe dampfen aus dem Trägermaterial aus, bis sich innerhalb der Verpackung eine Schutzatmosphäre aufgebaut hat. 

  • Trockenmittelmethode:


Die Trockenmittelmethode wurde ursprünglich zur sicheren Lagerung von Militär- und Transportgütern entwickelt. Sie soll einen sicheren Korrosionsschutz durch das Einbringen einer definierten Menge an Trockenmitteln in ein verpacktes Gut bieten. Zusammen mit dem Packgut wird die Luft in einer Packung und dem Trockenmittel durch eine Sperrschichthülle vom Außenklima getrennt. Die eingeschlossene Luft in der Hülle wird soweit getrocknet, dass so gut wie keine Feuchtigkeitsschäden während der Transport- oder Lagerzeit auftreten. Die Wirkung dieser Methode beruht darauf, dass innerhalb einer Sperrschichthülle ein von der Umgebung abweichendes Kleinklima hergestellt wird.

 

 
 
 
 

 

  • Überzugsmethode:
 

Mit folgenden Überzügen wird ein temporärer Korrosionsschutz erreicht. Die drei bei Verbindungselementen am häufigsten eingesetzten Verfahren sind:

- Einölen:
Bei diesem Verfahren werden Werkstücke in Öl getaucht. Es findet Anwendung bei blanken Stahlteilen und ist für kurzzeitigen Korrosionsschutz geeignet. Diese Methode erfordert jedoch vor dem Einsatz der Teile ein aufwendiges Entölen und ist als umweltbedenklich einzustufen.

- Brünieren:
Bei diesem Verfahren werden Werkstücke in saure oder alkalische Lösungen getaucht. Durch eine Reaktion entstehen Oxidschichten mit braun-schwarzer Farbe. Der Zweck dieser Anwendung ist die Bildung einer schwachen Schutzschicht auf der Oberfläche.

- Phosphatieren:
Bei diesem Verfahren wird in Eisen-, Zink- und Manganphosphatierungen unterschieden. Werkstücke werden hierbei in ein Metallphosphatbad getaucht. Dabei entsteht ein schützender Schichtaufbau von 2 µm - 15 µm.

 

Temporärer Korrosionsschutz

 

 

 


Ihr Ansprechpartner

Gerne beantworten wir Ihre Anfrage zum Thema "Varianten temporären Korrosionsschutzes".